Bemühe dich den Fall selbständig zu lösen, ohne auf die Lösung zu sehen.
Szenario: Du bist HR-Manager im „Logistikzentrum Nord“. Es ist Oktober, und du erstellst die Personalplanung für das kommende Geschäftsjahr t1. Du konzentrierst dich dabei auf die Berufsgruppe der Lagerlogistiker.
Rahmenbedingungen & Arbeitszeit:
- Eine Vollzeitkraft arbeitet laut Vertrag 38,5 Stunden pro Woche.
- Das Controlling hat ermittelt, dass ein Mitarbeiter im Schnitt an 40 Wochen pro Jahr tatsächlich produktiv zur Verfügung steht (die restlichen 12 Wochen des Jahres entfallen auf Urlaub, Krankenstand, Feiertage und Schulungen).
- Das Jahr wird mit 52 Kalenderwochen gerechnet.
Die aktuelle Auftragslage (Basis t0):
- Im aktuellen Jahr werden im Lager durchschnittlich 25.000 Pakete pro Woche bearbeitet.
- Die durchschnittliche Bearbeitungszeit pro Paket beträgt aktuell 12 Minuten.
- Wir gehen von einer konstanten Auslastung über das Jahr aus.
Prognose für das nächste Jahr (t1): Der Vertrieb meldet für das kommende Jahr zwei wichtige Veränderungen:
- Durch einen neuen Großkunden wird die Paketmenge um 20% steigen.
- Durch die Einführung neuer Handscanner wird die Bearbeitungszeit pro Paket um 10% sinken (Effizienzsteigerung).
Aktueller Personalstand (t0) & geplante Bewegungen: Derzeit (Stand Oktober t0) sieht die Belegschaftsliste wie folgt aus:
- 40 Mitarbeiter Vollzeit (38,5h)
- 10 Mitarbeiter Teilzeit (30h)
- 10 Mitarbeiter Teilzeit (20h)
Für das nächste Jahr (t1) sind folgende Veränderungen bereits bekannt oder statistisch zu erwarten:
- Pensionierungen: 2 Vollzeitkräfte gehen in Rente.
- Elternzeit: 1 Teilzeitkraft (30h) geht für das ganze Jahr in Elternzeit.
- Kündigungen (Fluktuation): Wir erwarten eine Kündigungsquote von 5% über alle Mitarbeitergruppen hinweg (berechnet auf Basis der Köpfe des aktuellen Personalstands, gerundet auf ganze Köpfe).
- Aufstockung: 2 Mitarbeiter (20h) wollen auf Vollzeit aufstocken (und werden das auch tun).
- Rückkehrer: 1 Mitarbeiter kommt aus der Elternzeit zurück (mit 20h).
Ihre Aufgaben:
Bitte berechne die folgenden Kennzahlen. Runde bei FTE-Werten kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen.
- Brutto-Personalbedarf t0: Wie hoch ist der Personalbedarf (inklusive Reservebedarf) für die aktuelle Arbeitsmenge im Jahr t0 in FTE (Vollzeitäquivalenten)?
- Arbeitsvolumen t1: Wie viele Arbeitsstunden fallen voraussichtlich im nächsten Jahr (t1) insgesamt für die Bearbeitung der Pakete an? (Beachten Sie die Mengensteigerung und die Effizienzsteigerung).
- Brutto-Personalbedarf t1: Wie viele Lagerlogistiker (in FTE) benötigen Sie für dieses neue Arbeitsvolumen im Jahr t1? (Denken Sie an den Reservebedarf!).
- Personalbewegung (Fluktuation): Berechnen Sie die Summe der voraussichtlichen Abgänge und Zugänge in FTE für die Planungsperiode.
- Netto-Personalbedarf t1: Wie hoch ist der Netto-Personalbedarf für t1 in FTE? (Müssen Sie rekrutieren oder abbauen?)
Lösungsdatei zum Übungsfall: